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Doppeltes Aluminium, Terrys Aussetzer und Torres' Schlusspunkt: Dramatik pur zwischen Barcelona und Chelsea
Durch ein 2:2 im Rückspiel im „Camp Nou“ zog der FC Chelsea ins Champions League-Finale 2012 ein. Lionel Messi verschoss einen Elfmeter und wurde zur tragischen Figur des Spiels.
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Alles verlief nach Plan, bis Ramires kam
Wie nicht anders zu erwarten, begann Barcelona sehr offensivstark und schnürte Chelsea weitestgehend in der eigenen Hälfte ein. Dennoch dauerte es bis zur 35. Minute, bis Busquets das 1:0 für Barcelona erzielte und dadurch das Hinspiel-Ergebnis egalisierte. Auch danach blieb Barcelona am Drücker und erzielte in der 43. Minute durch Andres Iniesta das verdiente 2:0. Damit war klar, das Spiel ist nach 90 Minuten entschieden.
Kurz vor der Pause dann der Schock für Barcelona. Mit dem ersten ernstzunehmenden Torschuss der „Blues“ gelang Ramires der 2:1-Anschlusstreffer. Chelsea hatte einen Auswärtstreffer, Chelsea stand in diesem Moment im Finale der Champions League. Für die Spannung im zweiten Durchgang war also gesorgt.
Terry mit Blackout
Kurz nach dem 2:0 für Barcelona musste John Terry nach einer Tätlichkeit an Alexis Sanchez den Platz verlassen, Rote Karte für den Chelsea-Kapitän in der 37. Minute. Laut Sky Sports äußerte Terry, dass der Tritt in Sanchez’ Rücken „keine Absicht“ gewesen sei, sondern die „Folge einer Gewichtsverlagerung“. Dabei habe Terrys Knie dann aus Versehen den Rücken von Sanchez getroffen. Nach Ansicht der Fernsehbilder eine recht zweifelhafte Begründung. Seiner Mannschaft hat Terry damit nicht nur heute, sondern auch für das Finale in München einen Bärendienst erwiesen.
Messi wird zur tragischen Figur
Nach der Pause machte Barcelona direkt weiter und stürmte auf das Tor der Gäste. In der 48. Minute brachte Drogba im eigenen Strafraum Fabregas zu Fall und es gab folgerichtig Elfmeter für Barca. Wer, wenn nicht Lionel Messi selbst, sollte zum Elfmeter schreiten und das 3:1 erzielen? Der Argentinier, der in dieser Champions League-Saison bereits 14 Tore erzielt hatte, hatte die Riesenchance das Tor zum Finale wieder aufzustoßen…doch er scheiterte an der Latte! Es blieb beim 2:1, Barca brauchte weiterhin ein Tor.
Barca setzte den Sturmlauf fort, Chelsea verteidigte phasenweise mit einer Sechserkette. Wie beim Handball kombinierte Barcelona in den letzten 15 Minuten um den Strafraum der Gäste, aber fand die Lücke nicht. Chelsea verteidigte mit Mann und Maus den eigenen Kasten. In der 83. Minute gab es dann noch einmal eine Schrecksekunde für die Engländer: Messi zog aus 18 Metern ab und traf…wieder nur das Aluminium. Der Pfosten rettete für Chelsea. Für Lionel Messi setzt sich damit seine Negativserie gegen Chelsea fort. In den acht Partien, in denen beide Mannschaften bisher aufeinander trafen, hat der Argentinier noch kein Tor erzielt.

Und wie es dann eben oft im Fußball läuft: Barcelona musste in der Schlussphase alles nach vorne werfen und war so natürlich hinten anfällig für Konter. Chelsea gelang in der Nachspielzeit durch eben so einen Konter das 2:2 durch Fernando Torres (90.+1). Der Todesstoß für die Elf von Pep Guardiola. 73 % Ballbesitz und 22:7 Schusschancen für Barcelona, und dennoch nur 2:2. Am Ende fasste der Torschütze des 2:2-Entstandes, Fernando Torres, die Partie gegenüber den Reportern daher sicherlich passend zusammen: „Fußball ist ganz einfach so. Die bessere Mannschaft gewinnt eben nicht immer.“
„Auf diesem Niveau zahlst du Fehler in bar“
Trotz einer drückenden Überlegenheit im Rückspiel ist Barcelona also ausgeschieden. Was sein erstes Gefühl sei, wurde Barcelonas Pep Guardiola nach dem Spiel gefragt: „Eine ungeheure Traurigkeit“, so der Barca-Coach, der hinzufügte: „Kleine Fehler haben es entschieden, und auf diesem Niveau zahlst du sie in bar. Fußball ist unvorhersehbar. Es hat dieses Jahr nicht sein sollen.“
Fabregas mit Warnung an die Konkurrenz
Cesc Fabregas sagte nach dem Spiel: „Fußball ist manchmal ungerecht. Aber wenn es eine Art und Weise gibt, wie man verlieren will, dann indem wir so wie heute unserem Stil treu bleiben.“ Gleichzeitig warnte er die Konkurrenz gleich vor: „Dies ist eine großartige Mannschaft, wir werden nächstes Jahr zurückkommen!“ Hoffentlich sehen die Zuschauer dann auch wieder so packende Spiele wie am Dienstagabend.
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