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Bayern München: Müller und Lahm stellen sich vor Robben
Da hat er mal wieder einen rausgehauen, der Kaiser Franz. Das Ergebnis ist, dass sich Lahm und Müller vor den niederländischen Nationalspieler stellen – gegen Beckenbauer.
Von Christian Ehrhardt
Harte Worte des Kaisers zu Robben
In der Talkrunde Sky90 hatte Franz Beckenbauer massiv um sich geschlagen. Robben stand in der Kritik und hat, um es mal flapsig zu formulieren, massiv sein Fett weg bekommen. „Die Anerkennung hat er teilweise verspielt. Er ist ein Egoist wie viele andere auch. Allein die Reaktion, wenn er mal eine gute Szene hat oder ein Tor schießt: Er rennt nicht zu dem, der ihm die Vorlage gegeben hat, wie das höflichkeitshalber normalerweise der Fall sein sollte, sondern zu seinen Familienmitgliedern auf die Tribüne und grüßt die und so weiter“, ließ der Kaiser seinen Gedanken und Emotionen freien Lauf.

Harsche Kritik vom Münchner Urgestein
Robben soll die Mannschaft „hinter sich her laufen lassen. Das sind gefährliche Entwicklungen. Irgendwann sagt der Mitspieler: Wenn ich Dir den Ball gebe und ich kriege die Anerkennung nicht zurück, dann kannst du Dir den Ball das nächste Mal selbst holen. Da müsste er ein bisschen mannschaftsdienlicher denken“, zog Beckenbauer ungewohnt deutlich gegenüber Robben vom Krachledernen.

Solidarität mit Arjen Robben beim FC Bayern
Bayern-Kapitän Lahm sagte dazu gegenüber dem kicker: „Das Ganze ist kein Thema für die Mannschaft, nur für die Öffentlichkeit“ - und widersprach damit dem Kaiser. Auch Mannschaftskollege Thomas Müller meinte: „Die Egoismusvorwürfe gab es schon häufiger. Die stimmen so aber nicht. Robbens Spiel ist, dass er im Dribbling sehr stark ist - und Dribbling ist meist alleine. Ich habe noch nie ein Dribbling mit Doppelpässen gesehen.“

Auch Heynckes meldete sich zu Wort
Jupp Heynckes Münchner ist unterdessen klar, dass seine Personalentscheidungen, die Robben aus der Startelf drückten, nicht für Diskussionen, sondern auch für Spekulationen sorgen würden. „Ich möchte mich aber daran nicht beteiligen", sagte der FCB-Trainer. Der schlechte Rückrundenstart habe Maßnahmen gefordert. „Da musste ich etwas tun“, wird Heynckes zitiert. Der Erfolgsdruck beim Rekordmeister erfordere, dass auch unpopuläre Entscheidungen getroffen werden müssten. Aktuell, so Heynckes, sei es Robben, der zuschauen müssen, bald wären es dann andere Spieler. Damit machte der Trainer klar: Robbens Bankdasein ist keine Dauerlösung.
Eure Meiunung: Wie wird der Kaiser diese Kröte des Widerspruchs von FCB-Wortführern wie Lahm und Müller schlucken?
Wie bleibt ihr unterwegs am Ball? Verpasst kein Ergebnis mehr!
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