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Ex-Kölner Albert Streit sieht schwere Saison für den FC
Wieder einmal Alarm in Köln. Die Vorbereitung auf die kommende Saison verläuft nicht optimal. Kommt der FC rechtzeitig wieder auf Kurs? Ex-Kölner Streit äußerte sich zur Situation.
Köln. Einst war er ein Aufstiegsheld des 1.FC Köln. 2005 stieg Albert Streit mit dem Klub vom Rhein in die 1. Bundesliga auf - nun ist er Kapitän von Alemannia Aachen. Der 32-Jährige prophezeit seinem Ex-Club eine schwierige Spielzeit in der zweiten Liga.Testspiel-Niederlage exemplarisch für die kommende Saison?
Vor wenigen Tagen kreuzten sich die Wege seines heutigen Klubs und die seines ehemaligen Arbeitgebers. In einem Testspiel bezwangen seine drittklassigen Aachener den ambitionierten Bundesliga-Absteiger mit 1:0. Ein Spiel, das für Alemannia-Kapitän Streit von exemplarischem Wert ist: „Alle werden so spielen wie wir: Tief stehen und kontern, das hat bei uns sehr gut geklappt.“ Deshalb prophezeit der 32-Jährige seinem Ex-Klub gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger eine schwierige und komplizierte Spielzeit.
Tiefstehende Gegner – für den FC in aktueller Verfassung eine nicht sonderlich schöne Vorstellung. Das Spiel der Kölner wirkt statisch ohne großen Bewegungsradius. Es fehlt an Handlungsschnelligkeit und an Spielwitz. Eine Auswirkung der harten Vorbereitung unter Trainer Holger Stanislawski?
Harte Vorbereitung schuld?
Laut Streit waren die Spieler des FC körperlich nicht auf der Höhe: „Die Kölner sahen ein bisschen platt aus. Wir hätten vor allem in der ersten Halbzeit noch mehr Tore schießen können.“ Ähnlich deutete es auch der Coach selbst an. „Wir haben drei Wochen richtig Gas gegeben, am Donnerstag und Freitag trainieren wir nicht, in Österreich wird dann am Feinschliff gearbeitet“, signalisierte Stanislawski, dass man in den kommenden Wochen auch die nötige Spritzigkeit zurückerlangen will.
Mit dabei sein wird dann auch Rückkehrer Thomas Bröker, der gegen Aachen noch geschont wurde und deshalb nicht auf dem Rasen stand: „Er hat von mir freibekommen, weil er mit Fortuna Düsseldorf unheimlich lange noch Relegation gespielt hat. Er sollte mal ein bisschen durchpusten.“
Viel Arbeit für Jakobs
Durchpusten. Jörg Jakobs, seines Zeichens für die Kaderplanung des FC verantwortlich, würde dies auch gerne können. Ihm stehen indes noch arbeitsreiche Tage bevor. Derzeit gilt sein Hauptaugenmerk, mögliche Abgänge zu realisieren. Geld ist knapp in Köln und deshalb versucht man, die Großverdiener des Klubs möglichst schnell loszuwerden.
Einer der Großverdiener ist Innenverteidiger Geromel, an dem Gerüchten zufolge die Eintracht aus Frankfurt interessiert sein soll. „Wir stehen in Gesprächen mit Klubs, aber nicht mit der Eintracht“, nahm Jakobs den Spekulationen den Wind aus den Segeln. Kollege Bruno Hübner, der Sportdirekor am Frankfurter Riederwald, ging sogar noch weiter: „Das ist eine Ente, oder wir haben irgendwo Geld gewonnen.“
Holt Frankfurt lieber Sereno als Geromel?
Geld gewonnen haben die Bankenstädter nicht. Immerhin hat man jedoch Geld für den nach Moskau wechselnden Gordon Schildenfeld eingenommen. Dies ist laut Express-Informationen unter anderem für den Kauf von Henrique Sereno eingeplant. Sereno war in der vergangenen Spielzeit vom FC Porto an den Rhein ausgeliehen.
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